Die Grundlagen des spritsparenden Fahrstils

Jeder Fahrstil bietet viele individuelle Ansatzpunkte zur Optimierung. Auf dieser Seite zeigen wir Ihnen zwei Optionen, die in der Regel dass größten Einspar-Potenzial aufweisen und wie Ihre Kunden diese Möglichkeit nutzen können.
1. Mitschwimmen und Schwung nutzen
Unabhängig vom Fahrzeugtyp verbrauchen Autofahrer, die einen unruhigen Fahrstil mit zahlreichen unnötigen Beschleunigungs- und Bremsvorgängen pflegen, deutlich mehr Sprit als jene, die gelassen und gleichmäßig im Verkehr mitrollen.
Der Grund:
Wird ein Fahrzeug beschleunigt, muss Energie aufgewendet werden. Je häufiger beschleunigt wird, desto mehr Energie (Kraftstoff) wird verbraucht. Gleiches gilt für den Bremsvorgang: Wird ein Fahrzeug abgebremst, geht Schwung in Form von Bewegungsenergie verloren, die nur durch erneutes Gasgeben wieder zugeführt werden kann.
So läufts besser:
Entspannt und gelassen im Verkehr „mitschwimmen“. Durch ausreichenden Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug lassen sich viele Sprit fressende Beschleunigungs- und Bremsvorgänge ausgleichen. Mit einer vorausschauenden Fahrweise können Sie Hindernisse oder Änderungen im Verkehrsfluss eher erkennen und reagieren.
Schwung nutzen: Bei Hindernissen in kurzer Entfernung einfach Fuß vom Gas, aber Gang eingelegt lassen. Die Schubabschaltung stoppt die Spritzufuhr, der eingelegte Gang bremst den Wagen allmählich ab. Ist das Hindernis noch weit entfernt, Gang raus oder Kupplung treten. So kann man im Leerlauf mit geringem Spritverbrauch weiterrollen.
2. Niedertouriges Fahren
Autofahrer, die die Gänge ihres Motors bis in den oberen Drehzahlbereich ausfahren, haben einen wesentlich größeren Spritverbrauch als solche, die beim Beschleunigen zügig in höhere Gänge schalten.
Der Grund:
Drehzahl und Spritverbrauch stehen in direktem Zusammenhang: Je höher die Drehzahl des Motors, desto mehr Sprit wird verbraucht.
So läufts besser:
Je früher beim Beschleunigen der höhere Gang einlegt wird, desto niedriger ist der Kraftstoffverbrauch. Entscheidend ist dabei die Drehzahl des Motors: Bei spätestens 2.000 U/min sollte in den nächsthöheren Gang geschaltet werden. Ist kein Drehzahlmesser vorhanden, kann sich an folgender Faustregel orientiert werden:
1. Gang: Anrollen und sofort in den
2. Gang schalten
3. Gang: ab 30 km/h
4. Gang: ab 40 km/h
5. Gang: ab 50 km/h
Ist die erforderliche Geschwindigkeit bereits erreicht, kann man auch Gänge überspringen und beispielsweise direkt vom 3. in den 5. Gang schalten.
Automatik-Fahrzeuge: Auch bei Automatik-Fahrzeugen lässt sich das Schaltverhalten positiv beeinflussen. Sobald ganz kurz vom Gas gegangen wird, schaltet die Automatik gewöhnlich in den nächsthöheren Gang.



